Die jüngsten Zwischenwahlen in Texas werfen ein Schlaglicht auf das angespannte Verhältnis innerhalb der Republikanischen Partei: Donald Trump, US-Präsident, macht den texanischen Gouverneur Greg Abbott für das überraschende Abschneiden seiner Partei verantwortlich. In gewohnt scharfer Manier äußerte Trump auf seiner Plattform „Truth Social“, Abbott habe sich in den vergangenen Monaten zu einem „Republikaner nur dem Namen nach“ entwickelt. Laut Trump sei die Rückkehr Abbotts zu seiner „ursprünglichen Strategie“ entscheidend für das schlechte Ergebnis gewesen.
Im Mittelpunkt der Kritik stehen Verluste bei wichtigen texanischen Wahlbezirken. Besonders hervor sticht der deutliche Sieg der Demokratin Gina Hinojosa, die ihren republikanischen Konkurrenten erheblich hinter sich ließ. Auch das Rennen um den Senatssitz im Bundesstaat ging an die Demokraten: James Talarico setzte sich gegen Ken Paxton durch – und das trotz zahlreicher Wahlkampfauftritte Trumps in Texas.
Trumps Reaktion fiel nicht nur verbal aus: Mit einem Bild seiner roten Kappe, diesmal mit dem Wort „Veto“ verziert, signalisierte er offen seine Bereitschaft, politischen Widerstand gegen die Legislative zu leisten. Darüber hinaus kündigte Trump an, sich verstärkt als politischer Analyst zu betätigen, um die Ursachen für die Wahlergebnisse zu erklären – „im Guten wie im Schlechten“.
Die Situation verdeutlicht, wie tief die Gräben innerhalb der Republikanischen Partei geworden sind. Das Ergebnis in Texas dürfte die parteiinterne Auseinandersetzung weiter verschärfen und die Debatte um Kurs, Strategie und Führung der Republikaner im Vorfeld kommender Wahlen neu entfachen.
Quelle: Agenturen





